Aktuelles: Stadt Löwenstein

Seitenbereiche

Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Löwenstein
Stadt mit Aussicht
Löwenstein
Stadt mit Aussicht
Löwenstein
Stadt mit Aussicht
Löwenstein
Stadt mit Aussicht
Stadt Löwenstein

Hauptbereich

Überfüllte Mülltonnen werden nicht mehr geleert

Autor: Frau Sun Kyoung Kang
Artikel vom 21.10.2020

Der Deckel muss geschlossen sein

Abfallbehälter dürfen nur soweit gefüllt werden, dass sich der Deckel mühelos schließen lässt – so gibt es die Satzung des Abfallwirtschaftsbetriebes im Landkreis Heilbronn vor. Leider kommt es jedoch immer häufiger vor, dass Mülltonnen überfüllt zur Abfuhr bereitgestellt werden. Das stört nicht nur den Betriebsablauf, da die Mehrmengen beim Einhängen an die Fahrzeuge daneben oder stark gepresste Abfälle nur unvollständig herausfallen, sondern ist vor allem ungerecht gegenüber allen anderen Gebührenzahlern. Durch den zusätzlichen Müll wird mehr Volumen beansprucht, als durch die Verursacher über die Gebühr bezahlt wird. Dadurch müssen letztlich alle Gebührenzahler die Kosten für diese Mehrmengen tragen. Aus diesen Gründen werden künftig Mülltonnen, bei denen der Deckel nicht geschlossen ist, nicht mehr geleert.  
 
Mehr Stauraum durch Abfallvermeidung und Abfalltrennung

Konsequente Abfallvermeidung und -trennung können bei Platzproblemen Abhilfe schaffen. Ist die Mülltonne trotzdem hin und wieder überfüllt, sollten rechtzeitig amtliche Abfallsäcke besorgt werden. Diese gibt es für 4,20 Euro pro Stück bei allen Verkaufsstellen, die auch die Jahresmüllmarken verkaufen. Die Adressen stehen im Abfallkalender.

Bekanntmachungstag: 27. November 2020

  

Nach 15 Jahren müssen Abfallgebühren steigen

Weil die Kosten steigen und die Einnahmen sinken, muss der Landkreis Heilbronn nach 15 Jahren Stabilität verschiedene Abfallgebühren erhöhen. Würde der Landkreis auf diese Anpassung verzichten, ergäbe sich 2021 eine finanzielle Lücke von rund 5,2 Millionen Euro.  In den zurückliegenden zwei Jahren musste der Landkreis bereits finanzielle Reserven in die Kalkulation einfließen lassen. Dieses Geld stammt aus DSD-Mitteln und der Ausgleichsrückstellung. Gründe für die Entwicklung sind stark steigende Kosten für die Behandlung und Entsorgung von Rest- und Sperrmüll und deutlich sinkender Erlöse. Die Nachfrage nach Wertstoffen wie Papier, Altholz oder Schrott ist eingebrochen.

Bisher zahlte beispielsweise ein Vier-Personen-Haushalt mit einer 60-LiterRestmülltonne und einer 60-Liter-Biotonne insgesamt 120 Euro im Jahr. Ab 2021 werden es 135 Euro im Jahr sein. Die Differenz von 15 Euro entspricht einer Steigerung von 12,5 Prozent. Umgerechnet auf den Zeitraum seit der letzten Erhöhung vor 15 Jahren sind das 0,8 Prozent pro Jahr. Trotz dieser Erhöhung müssen die Bürger im Landkreis Heilbronn noch immer weniger bezahlen als in anderen Kreisen. Dort liegen die vergleichbaren Gebühren zum Teil bei weit über 200 Euro. Um der Gebührenanpassung eine Lenkungswirkung zu verleihen und Anreize zur Abfallvermeidung zu bieten, hält der Landkreis die Jahresgebühren und Gebühren für die Biotonne konstant. Teurer werden die mengenabhängigen Gebühren für Restmüllmarken, Banderolen und Abfallsäcke. Wer also künftig weniger Restmüll und eine kleinere Tonne bereitstellt, hat einen Vorteil beim Kauf der Müllmarke. Veränderungen gibt es auch bei der Sperrmüllabfuhr. Die Mengen nehmen seit Jahren zu. Auch deshalb, weil die steigenden Kosten nicht verursachergerecht festgesetzt, sondern von der Gesamtheit der Gebührenzahler getragen wurden. Diese Gerechtigkeitslücke soll verkleinert werden, indem es künftig nur noch eine gebührenfreie Abholung pro Jahr gibt. Dies schafft einen Anreiz, alternative Entsorgungswege wie Tauschbörsen oder Recyclinghöfe zu nutzen. In anderen Landkreisen gibt es mehrheitlich gar keine kostenlosen Abholungen mehr.  Die seit 2007 unverändert geltenden Gebührensätze bei den Annahmestellen in Eberstadt und Schwaigern-Stetten sowie der Firma TPlus steigen für Hausmüll, Sperrmüll, hausmüllähnliche Abfälle und Baustellenabfälle von 190 auf 250 Euro pro Tonne. Da die Ausgaben für die Altholzbehandlung förmlich explodiert sind, schlägt Altholz der Kategorien A I bis A III künftig mit 40 statt mit 20 Euro pro Tonne zu Buche. 200 statt 160 Euro werden für die Altholzkategorie A IV fällig.  Die Gebührensteigerungen führen dazu, dass die Deckungslücke 2021 im Abfallwirtschaftsbetrieb auf rund 600000 Euro reduziert werden kann. Damit bleibt ein finanzielles Polster von vier Millionen Euro an DSD-Mitteln erhalten. Dies bietet die Chance, die Gebühren für einen gewissen Zeitraum auf diesem Niveau zu halten.
 
Detaillierte Informationen: www.landkreis-heilbronn.de

Bekanntmachungstag: 21. Oktober 2020

Infobereich