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Die Klinik Löwenstein trägt als renommierte Spezialklinik nicht nur zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum bei, sondern ist natürlich auch der größte Arbeitgeber für Löwenstein und die Region und stellt einen wichtigen strukturellen Aspekt dar.
Weitere Unternehmen und Dienstleister aus Löwenstein und Umgebung sind eng an die Klinik gebunden. Ihr Fortbestand in Löwenstein wäre sicherlich ebenso in Frage gestellt.
Die Klinik Löwenstein versorgt bisher sich selbst und den Ortsteil Hirrweiler mit Trinkwasser und entsorgt auch mit der betriebseigenen Kläranlage das Klinikabwasser und Teile vom Abwasser aus Hirrweiler.
Die Wärmeversorgung, überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen, von Gebäuden auf dem Klinikareal inklusive Rettungswache und im angrenzenden Wohngebiet durch die Klinik Löwenstein, stellt eine intensive Verflechtung dar.
Da das kürzlich vorgestellte Rohwasserkonzept der NOW sowie der aktuelle Neu- und Ausbau der Sammelkläranlage Neulautern nebst der momentan laufenden Anpassung der kommunalen Abwasserrichtlinie nahezu täglich neue Erkenntnisse bzw. Überraschungen bringen, hat die Stadt Löwenstein mit einem Ingenieurbüro Ende vergangenen Jahres einen Vertrag über kommunale Baubetreuung geschlossen.
Diese Entscheidung hat sich als sehr gut erwiesen. Es wurden schon viele – teilweise auch unkonventionelle – Lösungsansätze präsentiert, wie es gelingen kann, unter vertretbaren wirtschaftlichen Bedingungen einen praxistauglichen Anschluss der Klinik Löwenstein umzusetzen.
Durch regen Kontakt zwischen Landrat Norbert Heuser und der Stadt Löwenstein in den letzten Monaten fand ein Austausch über die Systematik des Entscheidungsprozesses und auch die Anliegen der Standortgemeinde statt.
Die Vorzeichen haben sich – wie aus der Presse am 07. März zu entnehmen war – durch das Krankenhausreformanpassungsgesetz, das der Bundestag auf den Weg gebracht hat und nun noch durch den Bundesrat gehen muss, in einigen Details verbessert. Diese Veränderung gab wieder mehr Hoffnung für den Standort in Löwenstein. Und es ist uns ausgesprochen wichtig, diesen bestmöglich zu erhalten.
Die Verwaltung und der Gemeinderat der Stadt Löwenstein setzen sich für die Zukunftssicherung der Klinik Löwenstein ein und investieren dafür auch ordentlich Energie und finanzielle Mittel – leider ist viel von schwer oder kaum zu beeinflussenden Rahmenbedingungen abhängig.
Wie ja inzwischen schon aus der Presse zu entnehmen ist, wird offensichtlich überwiegend über eine Variante der Verlagerung der Fachbereiche an die Standorte Gesundbrunnen und Plattenwald nachgedacht. Die Entscheidung hierzu fällt freilich erst Ende Juli in den entsprechenden Gremien.
Der Weg scheint weitgehend vorgezeichnet, ist aber aktuell nicht beschlossen. Die Stadt Löwenstein als Standortgemeinde hat keine Entscheidungsgewalt, jedoch bin ich seit vergangenem Jahr aktiv, um den Verantwortlichen unsere Interessen und unseren Standpunkt zu vermitteln.
Hier geht auch meine Bitte und mein Apell an die Löwensteiner Bevölkerung und an die Mitarbeiter der Klinik, dass sie - allen Unkenrufen zum Trotz – vor einer Entscheidung der entsprechenden Gremien (Aufsichtsrat SLK-Kliniken, Stadtrat Heilbronn, Sozialausschuss, Kreistag Landkreis Heilbronn) Ihrer Klinik Löwenstein die Treue halten und auch im Kleinen den Rücken stärken.
Eine positive Einstellung trägt wesentlich zu einer positiven Ausstrahlung bei.
Der Gemeinderat und die Verwaltung der Stadt Löwenstein sind der festen Überzeugung, dass der Erhalt des Standortes dem Ausbluten des ländlichen Raumes und einer Konzentration im sowieso schon belasteten Ballungsraum mit vielen negativen Nebenerscheinungen entgegenwirkt.
Daher sprechen wir uns ganz klar für die Fachklinik in Löwenstein aus und fordern die Entscheidungsträger auf, vor einem Beschluss über die angeführten Sachverhalte intensiv nachzudenken.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Harald Koppenhöfer
Stellvertretender Bürgermeister
Bekanntmachungstag: 28. April 2026





